Plastik·frei einkaufen in Heidelberg

Schloss Heidelberg mit Fledermaus


Viele Nachrichten berichten:
Menschen verbrauchen zu viel Plastik.
Viele Lebens·mittel sind in Plastik verpackt.
Einfach Heidelberg zeigt:
So kann man in Heidelberg
Lebens·mittel ohne Plastik einkaufen

Andreas vor seinem LadenIn Heidelberg gibt es einen besonderen Laden.
Der Laden heißt: Annas Unverpacktes.
Unverpackt heißt:
Die Lebens·mittel haben keine Verpackung.
Bei Annas Unverpacktes bringen
die Kund*innenWir sprechen immer Männer und Frauen an. Wir benutzen dafür dieses Zeichen: * Wir schreiben zum Beispiel: Politiker*innen. Wir meinen damit Politiker und Politikerinnen. eigene BehälterIn einem Behälter kann man Dinge aufbewahren und transportieren. Ein Behälter ist zum Beispiel: Eine Dose, eine Box, eine Flasche. mit.
Die Lebens·mittel kommen in die BehälterIn einem Behälter kann man Dinge aufbewahren und transportieren. Ein Behälter ist zum Beispiel: Eine Dose, eine Box, eine Flasche..
So kann man ohne Plastik einkaufen.
 
Der Laden gehört Andreas Wille.
Einfach Heidelberg hat eine Befragung mit Andreas gemacht.
 
Willi fragt:
In deinem Laden gibt es kein Plastik.
Warum findest du das wichtig?
 
Andreas erklärtAndreas antwortet:
Es gibt zwei große Probleme mit Plastik.
Das erste Problem ist:
Das Herstellen von Plastik.
Beim Herstellen von Plastik braucht man Erd·öl.
Erd·öl gibt es im Boden.
Dafür muss man sehr tief bohren.
Dabei wird oft die Natur zerstört.
 
MülleimerDas zweite Problem ist:
Das Weg·werfen von Plastik.
Oft benutzt man
Verpackungen aus Plastik nur ein Mal.
Danach wird das Plastik weg·geworfen.
Es gibt viel Plastik⋅müll.
Plastik⋅müll verschmutzt die Umwelt.
 
 
BücherMelanie fragt:
Was hast du früher gearbeitet?
 
Andreas antwortet:
Ich habe Buch∙händlerEin Händler verkauft die Waren. gelernt.
Das heißt:
Ich habe Bücher verpackt und verkauft.
Heute verkaufe ich Produkte ohne Verpackung.
 
Isabell fragt:
Woher kommen deine Lebens·mittel?
 
Große Behälter mit LebensmittelnAndreas antwortet:
Ich lasse mir die Lebens·mittel liefern.
30 verschiedene Unternehmen beliefern mich.
Ich suche Unternehmen in der Nähe.
Dann ist der Weg nicht so weit.
Manche Lebens·mittel gibt es nicht in der Nähe.
Zum Beispiel:
Manche Nüsse wachsen nur in Afrika.
 
Andreas und WilliAnne fragt:
Liefern die Unternehmen dann auch ohne Verpackung?
 
Andreas antwortet:
Das geht leider noch nicht.
Manche liefern in großen Papier·säcken.
Man kann sie aber leider nur ein Mal benutzen.
 
Große Behälter mit FlüssigkeitenManche Lebens·mittel sind nass oder klebrig.
Dann ist das Verpacken schwierig.
Beim Liefern braucht man dann doch
eine Verpackung aus Plastik.
Manchmal kann man
diese Verpackung öfter benutzen.
Ganz ohne Plastik geht es noch nicht.
 
 
Wir versuchen die Unternehmen zu überreden:
Überlegt euch neue Verpackungen.
Alle Verpackungen sollen ohne Plastik sein.
 
Melanie fragt:
Kann man bei dir auch BehälterIn einem Behälter kann man Dinge aufbewahren und transportieren. Ein Behälter ist zum Beispiel: Eine Dose, eine Box, eine Flasche. kaufen?
 
Verschiedene Behälter aus GlasAndreas antwortet:
Ja.
Diese BehälterIn einem Behälter kann man Dinge aufbewahren und transportieren. Ein Behälter ist zum Beispiel: Eine Dose, eine Box, eine Flasche. kann man bei mir kaufen:
• Stoff·beutel
• Dosen
• verschiedene Boxen.
Es ist aber besser,
wenn man seine eigenen BehälterIn einem Behälter kann man Dinge aufbewahren und transportieren. Ein Behälter ist zum Beispiel: Eine Dose, eine Box, eine Flasche. mitbringt.
 
Willi fragt:
Ist es in Annas Unverpacktes teurer als im Super·markt?
 
Honig aus HeidelbergAndreas antwortet:
Ja, manchmal ist es ein bisschen teurer.
Aber:
Man kann Annas Unverpacktes
nicht mit einem Super·markt vergleichen.
Annas Unverpacktes ist ein kleiner Laden.
Ich verkaufe hier nur Bio·produkte.
 
 
Willi fragt:
Warum gibt es bei dir nicht Milch, Gemüse und Fleisch?
 
Regal in Annas UnverpacktesAndreas antwortet:
Diese Produkte kann man
in der Nähe unverpackt kaufen.
Man kann Gemüse auf dem Markt kaufen.
Beim Metzger gibt es Fleisch ohne Verpackung.
Viele Super·märkte haben Milch in Glas·flaschen.
Mein Laden ist ziemlich klein.
Ich kann nicht alles anbieten.
 
Kundin und AndreasAnne fragt:
Wer kauft bei Annas Unverpacktes ein?
 
Andreas antwortet:
Das kann ich nicht genau sagen.
Es kommen viele verschiedene Menschen zu mir.
Es kommen Leute,
die gerne kleine Mengen einkaufen.
 
Es kommen Studierende.
Es kommen Leute von nebenan.
 
Annas Unverpacktes mit StufeWilli und Melanie fragen:
Am Eingang gibt es eine hohe Stufe. Kommen auch Menschen mit Roll·stuhl in deinen Laden?
 
Andreas antwortet:
Leider habe ich noch keine Rampe.
Mir gefällt die Idee, eine zu kaufen.
 
 
Hinweis:
Nach unserem Gespräch hat Andreas eine Rampe gekauft.
Jetzt können Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen besser in den Laden.
Geschäfte in Heidelberg mit einer Rampe stehen im Internet: Hier klicken!
 
Andreas bei der ArbeitMelanie fragt:
Hilfst du beim Einkaufen?
 
Andreas antwortet:
Ich arbeite in dem Laden alleine.
Wenn viel los ist,
habe ich nicht immer Zeit dafür.
Wenn nicht so viel los ist, helfe ich gern.
 
Willi füllt ein Glas mit GummiwürmernEs gibt auch eine andere Möglichkeit:
Man kann mir einen
Einkaufs·zettel und BehälterIn einem Behälter kann man Dinge aufbewahren und transportieren. Ein Behälter ist zum Beispiel: Eine Dose, eine Box, eine Flasche. hier lassen.
Ich packe den Einkauf dann in die BehälterIn einem Behälter kann man Dinge aufbewahren und transportieren. Ein Behälter ist zum Beispiel: Eine Dose, eine Box, eine Flasche..
Dann kann man es später wieder abholen.
 
 
 
 
Isabelle kauft bei Andreas einIsabell fragt:
Manche Menschen können nicht sehen.
Für sie ist es schwierig
hier alleine einzukaufen.
Hast du schon mal überlegt
auf die Boxen Punkt·schriftManche Menschen können nicht sehen. Für diese Menschen gibt es die Punkt·schrift. Damit können sie lesen und schreiben. Die Punkte kann man mit den Fingern fühlen. Sie wird auch Braille·schrift genannt. zu machen?
 
 
 
Andreas antwortet:
Ich habe bisher noch nicht darüber nachgedacht.
Man kann das schon machen.
Ich brauche aber Hilfe dabei.
 
Schaufenster von Annas UnverpacktesIsabell fragt:
Heute bist du der Besitzer vom Laden.
Warum heißt der Laden Annas Unverpacktes?
 
Andreas antwortet:
Das hat verschiedene Gründe:
Anna hat den Laden gegründet.
Der Name ist bekannt.
 
Andreas im InterviewAußerdem:
Man sollte Anna nicht vergessen.
Sie hat viel Kraft in den Laden gesteckt.
Als Anna den Laden gegründet hat,
gab es nur wenige Läden ohne Verpackung.
Annas Unverpacktes war einer der ersten Läden.
Und:
Andreas Unverpacktes klingt nicht so schön.
 
In diesem Film erklärt Einfach Heidelberg:
So kann man bei Annas Unverpacktes einkaufen.
 

Einfach Heidelberg bedankt sich bei Andreas für das Gespräch.
 
Redaktion mit Andreas
 
Isabell von Einfach Heidelberg schreibt Punkt·schriftHinweis:
Einfach Heidelberg hat Andreas
bei der Punkt·schriftManche Menschen können nicht sehen. Für diese Menschen gibt es die Punkt·schrift. Damit können sie lesen und schreiben. Die Punkte kann man mit den Fingern fühlen. Sie wird auch Braille·schrift genannt. geholfen.
Die Punkt·schriftManche Menschen können nicht sehen. Für diese Menschen gibt es die Punkt·schrift. Damit können sie lesen und schreiben. Die Punkte kann man mit den Fingern fühlen. Sie wird auch Braille·schrift genannt. ist auf den Behältern.
 
 
 
 
 
Isabell von Einfach Heidelberg tastet die Punkt·schriftJetzt können auch Seh·behinderte lesen:
Was ist in den Behältern.
 
 
 
 
 
 
 
Mehr Infos über Annas Unverpacktes gibt es im Internet: Hier klicken!
Die Internet·seite ist in schwerer Sprache.
 
Dieser Text ist von Willi Jakob, Melanie Bauer, Anne, Isabelle Pfeufer, Eva Mieger, Marlene Vohmann, Ahmet Korkmaz, Jessica Köninger, Katrin Deibler und Johanna Ufermann.
Die Fotos und der Film sind von Jessica Köninger.
 
Dieser Text ist vom 10. Februar 2019.
 

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Veröffentlicht in Frei·zeit, Politik
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