Bürger·entscheid zum Betriebs·hof


In Heidelberg gibt es
am 21. Juli 2019 einen Bürger·entscheid.
Es geht um den neuen Betriebs·hof.
Wo soll der neue Betriebs·hof gebaut werden?
Die Bürger*innen dürfen entscheiden.
Einfach Heidelberg erklärt den Bürger·entscheid.

Der Betriebs·hof in Heidelberg ist
ein großer Parkplatz für Busse und Bahnen.
Sie werden dort repariert und gewaschen.
Der Betriebs·hof ist in der Bergheimer Straße.
Das ist im Stadt·teil Bergheim.
Der Betriebs·hof ist zu klein und zu alt.
Die Stadt braucht einen neuen Betriebs·hof.
 
 
Die Stadt will einen neuen Betriebs·hof bauen.
Es gab viele Diskussionen.
Die Frage ist:
Wo ist in Heidelberg der beste Platz
für einen neuen Betriebs·hof?
Der Gemeinde·rat hat 2018 entschieden:
Der neue Betriebs·hof soll auf den Großen Ochsenkopf kommen.
 
Der Große Ochsenkopf ist eine große Wiese.
Die Wiese ist im Stadt·teil Wieblingen.
Man sagt auch: Ochsenkopf·wiese.
 
 
 
 
 
 
Der Gemeinde·rat hat auch entschieden:
Auf der Fläche des alten Betriebs·hofs sollen gebaut werden:
• neue und bezahlbare Wohnungen
• ein großer Park
Der Park ist gut für das Klima in Bergheim.
 
 
 
Manche Bürger*innen wollen keinen
Betriebs·hof auf der Ochsenkopf·wiese.
Sie finden das nicht gut.
Sie haben eine Unterschriften·aktion gemacht.
Sie haben über 11.000 Unterschriften gesammelt.
Jetzt gibt es einen Bürger·entscheid.
 
Das heißt: Die Bürger*innen dürfen abstimmen.
Sie dürfen abstimmen:
Soll der neue Betriebs·hof auf die Ochsenkopf·wiese gebaut werden oder nicht?
Der Bürger·entscheid ist eine Wahl.
Die Wahl ist am 21. Juli 2019.
Das ist ein Sonntag.
Die Wahl geht von 8 Uhr bis 18 Uhr.
 
Wer darf wählen?
 
WahlvolkMan darf wählen, wenn:
• man mindestens 16 Jahre alt oder älter ist.
• man deutsch ist oder aus einem
anderen EU-Land kommt.
• man 3 Monate oder länger in Heidelberg wohnt.
In Heidelberg dürfen etwa
112.000 Menschen wählen.
 
Was muss man zur Wahl mit·bringen?
 
Wahl·benachrichtigungWenn man wählen darf,
bekommt man einen Brief.
In dem Brief ist die Wahl·benachrichtigung.
Die Wahl·benachrichtigung ist
eine Einladung zur Wahl.
In der Wahl·benachrichtigung steht:
• Wo man wählen kann.
• Wann man wählen kann.
 
Die Wahl·benachrichtigung kommt ab Ende Juni mit der Post.
 
Wahl·kabineZum Wählen geht man in ein Wahl·lokal.
Ein Wahl·lokal ist ein Ort,
an dem man Wählen kann.
Oft wählt man zum Beispiel in einer Schule.
Achtung:
Nicht alle Wahl·lokale sind barriere·frei.
Man sollte sich vorher im Internet informieren.
 
 
Wahl·benachrichtigung und Reise·passDiese Dinge muss man zur Wahl mit·bringen:
• Wahl·benachrichtigung
• Personal·ausweis oder Reise·pass
 
 
 
 
 
 
Wahl·urneDie Wahl ist geheim.
Man wählt im Walhl·lokal in einer Wahl·kabine.
In der Wahl·kabine kann man
die Stimm·zettel ausfüllen.
Dann wirft man die Stimm·zettel
in eine Wahl·urne.
 
 
 
Es gibt besondere Regeln:
• Jeder darf selbst entscheiden, wen er wählen möchte.
• Man muss niemandem verraten, wen man gewählt hat.
• Alle Wähler*innen haben gleich viele Stimmen.
 
Haben Sie Fragen beim Wählen?
Dann fragen sie die Wahl·helfer*innen im Wahl·lokal.
Sie können auch eine Hilfs·person mit·nehmen.
Nicht weiter·sagen: Wen Sie gewählt haben!
 
Diese Frage steht auf dem Stimm·zettel:
Sind Sie dafür, dass die Grünfläche Großer Ochsenkopf erhalten bleibt
und dort kein Betriebshof gebaut wird?
 
Man kann mit JA oder NEIN stimmen.
JA bedeutet:
Der neue Betriebshof wird nicht auf die Ochsenkopf·wiese gebaut.
NEIN bedeutet:
Der neue Betriebshof wird auf die Ochsenkopf·wiese gebaut.
Wenn Sie JA meinen,
dann machen Sie ein Kreuz in den Kreis neben JA.
Wenn Sie NEIN meinen,
dann machen Sie ein Kreuz in den Kreis neben NEIN.
 
WahlkreuzJede Person hat nur 1 Stimme.
Man darf nur 1 Kreuz machen.
Sonst ist der Stimm·zettel ungültig.
Das heißt: Der Stimm·zettel zählt nicht.
Es gibt eine Entscheidung, wenn mindestens
20 Prozent für JA oder Nein stimmen.
Das heißt: Man braucht etwa 22.400 Stimmen für JA oder NEIN.
 
Das sagen die Leute, die für JA sind:
 
Blume und SchmetterlingDie Ochsenkopf·wiese bleibt erhalten.
Die Wiese ist wichtig für die Umwelt.
Es gibt dort viele seltene Pflanzen und Tiere.
Die Wiese ist wichtig für das Klima.
Außerdem gibt es dort nicht genug Platz
für alle Busse und Bahnen.
Der Betriebs·hof soll woanders hin.
Es gibt bessere Orte für den Betriebs·hof.
 
Standort an der Speyerer StraßeDer Betriebs·hof könnte zum Beispiel an die Speyerer Straße.
Dort gibt es genug Platz und man muss keine Wiese zerstören.
Und man kann auf der Fläche des alten Betriebs·hofs in Bergheim:
• bezahlbare Wohnungen bauen
• einen Park errichten
 
Das sagen die Leute, die für NEIN sind:
 
Plan für neuen StadtteilDer Betriebshof soll aus Bergheim weg.
Dann kann man in Bergheim:
• bezahlbare Wohnungen bauen
• einen großen Park einrichten
• Platz für Freizeit·angebote schaffen
Sie sagen auch:
Man kann den Betriebs·hof auf dem Ochsenkopf
schneller bauen als an einem anderen Standort.
 
Betriebs·hof mit begehbarem DachDer neue Betriebs·hof soll
ein begehbares Dach bekommen.
Man kann dann auf dem Dach spazieren gehen.
Es gibt eine Wiese auf dem Dach.
Das ist gut für Insekten.
Man kann den Betriebs·hof auf dem Ochsenkopf
schneller bauen als an einem andere Standort.
Das ist gut für den Nah·verkehr in Heidelberg.
 
Es gibt verschiede Meinungen.
Man sollte sich vor der Wahl informieren.
Hier gibt es mehr Infos für JA: Hier klicken!
Hier gibt es mehr Infos für NEIN: Hier klicken!
Hier gibt es Infos zur Wahl: Hier klicken!
Die Seiten sind in schwerer Sprache.
 
Einfach Heidelberg hat einen Erklär·film in Leichter Sprache gemacht:
 

 
Das Ergebnis vom Bürger·entscheid gibt es am Sonntag ab etwa 19 Uhr im Internet: Hier klicken!
 
Hinweis vom 21. Juli 2019:
Die Wahl ist beendet.
Es gibt ein Ergebnis:
Für JA haben 19.000 Menschen gestimmt.
Das sind 57 Prozent.
Für NEIN haben 14.000 Menschen gestimmt.
Das sind 43 Prozent.
Die Mehrheit hat für JA gestimmt.
Es waren aber nicht genug Stimmen.
Man braucht 22.000 Stimmen für eine Entscheiung.
Jetzt muss der Gemeinde·rat entscheiden.
Der Gemeind·erat entscheidet am 17. Oktober.
 
Alle Ergebnisse gibt es im Internet: Hier klicken!
 
Dieser Text ist von Jana Cosic, Johanna Ufermann, Rosemarie Schnapp, Willi Jakob, Moritz Damm und Konstantin Drescher.
Die Bilder sind von GDLA Landschaftsarchitektur, Darstellungsart Wust, Claudia Zieboll, Stadt Heidelberg, Philipp Rothe, Bündnis Bürgerentscheid Klimaschutz Heidelberg, Anna Rigamonti, kamasigns – fotolia.com,
Michael Möller – fotolia.com, Christian Schwier – fotolia.com, heymansphoto – fotolia.com und Einfach Heidelberg.
Das Video ist von Konstantin Drescher.
 
Dieser Text ist vom 18. Juli 2019.
 

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