Bürger·entscheid zum Ankunfts·zentrum

Wolfsgärten


In Heidelberg gibt es am 11. April 2021
einen Bürger·entscheid.
Es geht um das Ankunfts·zentrum
für geflüchtete Menschen.
Wo soll das neue Ankunfts·zentrum hin?
Die Bürger*innen dürfen entscheiden.

In Heidelberg gibt es ein Ankunfts·zentrum für geflüchtete Menschen.
 
Menschen auf der FluchtGeflüchtete Menschen sind Menschen,
die ihre Heimat verlassen müssen.
Sie verlassen ihre Heimat, weil:
• sie Angst um ihr Leben haben.
• es in ihrer Heimat Krieg und Gewalt gibt.
• sie arm sind.
• es nicht genug Essen und Trinken gibt
 
 
Die Menschen suchen Schutz in einem anderen Land.
Sie wollen zum Beispiel nach Deutschland kommen.
Hier wollen sie in Frieden leben.
Manche geflüchtete Menschen kommen nach Baden-Württemberg.
In Baden-Württemberg kommen sie in das Ankunfts·zentrum in Heidelberg.
 
Ankunftszentrum in HeidelbergDas Ankunfts·zentrum ist ihre erste Station.
Sie werden hier:
• registriert
• untersucht
• beraten
Sie können Asyl beantragen.
 
 
 
Im Ankunfts·zentrum sind die Geflüchteten nicht sehr lange.
Sie bleiben meistens 6 bis 8 Wochen dort.
Danach kommen sie in Wohnungen in Städten im ganzen Land.
Das Ziel vom Ankunfts·zentrum:
Die Leute sollen gut ankommen.
Sie sollen sicher sein.
Sie sollen sich wohl fühlen.
 
Das Ankunfts·zentrum in Heidelberg ist aktuell im Patrick-Henry-Village.
Das kurze Wort ist PHV.
PHV ist eine Koversions·fläche.
 
Plan vom neuen Stadtteil in PHVAuf PHV soll ein neuer Stadt·teil entstehen.
In dem neuen Stadt·teil sollen 10.000 Menschen wohnen.
Dafür muss das Ankunfts·zentrum an einen anderen Ort.
Es soll ein neues Ankunfts·zentrum an einem anderen Ort in Heidelberg gebaut werden.
 
 
Sitzung vom GemeinderatEs gibt viele Diskussionen.
Die Frage ist:
Wo ist in Heidelberg der beste Platz
für ein neues Ankunfts·zentrum?
Der Gemeinde·rat hat im
Sommer 2020 entschieden:
Das neue Ankunfts·zentrum soll auf die Wolfsgärten.
 
Bild aus der Luft von den WolfsgärtenDie Wolfsgärten sind ein großer Acker.
Die Acker ist im Stadt·teil Wieblingen.
Der Acker liegt an der Auto·bahn.
 
 
 
 
 
 
Modell vom neuen Ankunfts·zentrumEs gibt schon Pläne für das neue Ankunfts·zentrum.
Die Planer sagen: Es gibt genug Platz.
Die Planer sagen: Das Ankunfts·zentrum passt gut auf die Wolfsgärten.
 
 
 
 
 
Menschen sammeln UnterschriftenManche Bürger*innen wollen kein
Ankunfts·zentrum auf den Wolfsgärten.
Sie sagen: Das ist kein guter Ort.
Sie sagen: Man muss einen besseren Ort finden.
Sie haben eine Unterschriften·aktion gemacht.
Sie haben fast 10.000 Unterschriften gesammelt.
Jetzt gibt es einen Bürger·entscheid.
 
WahlkreuzDie Bürger*innen dürfen entscheiden.
Sie dürfen abstimmen:
Soll das neue Ankunfts·zentrum auf den Wolfsgärten gebaut werden oder nicht?
Der Bürger·entscheid ist eine Wahl.
Die Wahl ist am 11. April 2021.
Das ist ein Sonntag.
Die Wahl geht von 8 Uhr bis 18 Uhr.
 
Diese Frage steht auf dem Stimm·zettel:
Sind Sie gegen eine Verlagerung des Ankunfts·zentrums für Flüchtlinge an das Autobahnkreuz auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche?
Die Abstimmung mit JA heißt:
Ich bin gegen die Verlagerung des Ankunfts·zentrums auf die Fläche Wolfsgärten.
Die Abstimmung mit NEIN heißt:
Ich bin für die Verlagerung des Ankunfts·zentrums auf die Fläche Wolfsgärten.
 
Das sagen die Leute, die für JA sind:
 
Demo von Menschen gegen die WolfsgärtenDie Wolfsgärten sind kein guter Ort für ein Ankunfts·zentrum.
Der Ort ist an der Auto·bahn.
Es ist gibt dort zu viel Lärm und Verkehr.
Der Ort ist zu weit weg von der Stadt.
Das ist nicht gut für die Integration.
Der Acker ist wichtig für das Klima.
Der Acker soll nicht zugebaut werden.
 
Das sagen die Leute, die für NEIN sind:
 
Plan vom neuen AnkunftszentrumDie Wolfgsärten sind ein guter Ort für ein Ankunfts·zentrum.
Man kann dort ein neues und modernes Ankunfts·zentrum bauen.
Geflüchtete Menschen können dort gut und sicher ankommen.
Wenn das Ankunfts·zentrum nicht umzieht.
kann auf PHV kein neuer Stadt·teil entstehen.
 
Menschen sammeln UnterschriftenSo kann man abstimmen:
1. per Brief·wahl
2. im Wahl·lokal
Alle Menschen, die wählen dürfen,
haben Post bekommen.
Wegen des Corona·virus sollte man
per Brief wählen.
 
 
Wichtig: Die Brief·wahl bis zum 7. April zurück·schicken
Sonst kommen die Unterlagen nicht mehr rechtzeitig an.
 
Wer darf wählen?
 
WahlvolkMan darf wählen, wenn:
• man mindestens 16 Jahre alt oder älter ist.
• man deutsch ist oder aus einem
anderen EU-Land kommt.
• man 3 Monate oder länger in Heidelberg wohnt.
In Heidelberg dürfen etwa
107.000 Menschen wählen.
 
Was muss man zur Wahl mit·bringen?
 
Wahl·benachrichtigungWenn man wählen darf,
bekommt man einen Brief.
In dem Brief ist die Wahl·benachrichtigung.
Die Wahl·benachrichtigung ist
eine Einladung zur Wahl.
In der Wahl·benachrichtigung steht:
• Wo man wählen kann.
• Wann man wählen kann.
 
Wahl·kabineZum Wählen geht man in ein Wahl·lokal.
Ein Wahl·lokal ist ein Ort,
an dem man Wählen kann.
Oft wählt man zum Beispiel in einer Schule.
Achtung:
Nicht alle Wahl·lokale sind barriere·frei.
Man sollte sich vorher im Internet informieren: Hier klicken!
 
 
Wahl·benachrichtigung und Reise·passDiese Dinge muss man zur Wahl mit·bringen:
• Wahl·benachrichtigung
• Personal·ausweis oder Reise·pass
 
 
 
 
 
 
Wahl·urneDie Wahl ist geheim.
Man wählt im Walhl·lokal in einer Wahl·kabine.
In der Wahl·kabine kann man
die Stimm·zettel ausfüllen.
Dann wirft man die Stimm·zettel
in eine Wahl·urne.
 
 
 
Es gibt besondere Regeln:
• Jeder darf selbst entscheiden, was er wählen möchte.
• Man muss niemandem verraten, was man gewählt hat.
• Alle Wähler*innen haben gleich viele Stimmen.
 
Haben Sie Fragen beim Wählen?
Dann fragen sie die Wahl·helfer*innen im Wahl·lokal.
Sie können auch eine Hilfs·person mit·nehmen.
Nicht weiter·sagen: Was Sie gewählt haben!
 
Man kann mit JA oder NEIN stimmen.
JA bedeutet:
Das neue Ankunfts·zentrum wird nicht auf die Wolfsgärten gebaut.
NEIN bedeutet:
Das neue Ankunfts·zentrum wird auf die Wolfsgärten gebaut.
Wenn Sie JA meinen,
dann machen Sie ein Kreuz in den Kreis neben JA.
Wenn Sie NEIN meinen,
dann machen Sie ein Kreuz in den Kreis neben NEIN.
 
StimmzettelJede Person hat nur 1 Stimme.
Man darf nur 1 Kreuz machen.
Sonst ist der Stimm·zettel ungültig.
Das heißt: Der Stimm·zettel zählt nicht.
Es gibt eine Entscheidung, wenn mindestens
20 Prozent für JA oder Nein stimmen.
Das heißt: Man braucht etwa 21.400 Stimmen für JA oder NEIN.
 
Es gibt verschiede Meinungen.
Man sollte sich vor der Wahl informieren.
Hier gibt es mehr Infos für JA: Hier klicken!
Hier gibt es mehr Infos für NEIN: Hier klicken!
Hier gibt es Infos zur Wahl: Hier klicken!
Die Seiten sind in schwerer Sprache.
 
Aktueller Hinweis vom 11. April 2021:
 
Das Ergebnis vom Bürger·entscheid ist da.
30.496 Menschen haben mit Ja gestimmt.
12.868 Menschen haben mit Nein gestimmt.
Es wurden genug Stimmen abgegeben.
Die meisten Menschen haben mit Ja gestimmt.
 
Das heißt:
Das neue Ankunfts·zentrum kommt nicht auf die Wolfsgärten.
Jetzt wird ein neuer Platz für das Ankunfts·zentrum gesucht.
Der Gemeinde·rat in Heidelberg muss dann neu entscheiden:
Wo das neue Ankunfts·zentrum hin·kommen soll.
 
Alle Ergebnisse aus Heidelberg zum Bürger·entscheid: Hier klicken!
 
Dieser Text ist von Jessica Köninger und Moritz Damm.
Die Bilder sind von Schreiner Kastler/ Johannes Kaufmann Architektur, Thilo Ross/Vermögen und Bau, Stadt Heidelberg, Philipp Rothe, IBA Heidelberg, KCAP, Bündnis für Ankunftszentrum, Flüchtlinge und Flächenerhalt (BAFF), Anna Rigamonti, kamasigns – fotolia.com, Michael Möller – fotolia.com, Christian Schwier – fotolia.com, heymansphoto – fotolia.com, Markus Heffner und Einfach Heidelberg.
 
Dieser Text ist vom 6. April 2021.

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