Rainer Schmidt redet über Inklusion

Rainer Schmidt hält einen Vortrag in Heidelberg


Ein Mensch merkt:
Ich bin für andere wichtig.
Ein Mensch merkt:
Andere kümmern sich um mich.
Dann gehört man dazu.
Rainer Schmidt nennt das: Inklusion.

Rainer Schmidt ist evangelischer Pfarrer.
Er schreibt Bücher.
Er leitet Fort·bildungen für Lehrer.
Er hat Medaillen bei den Para·lympics im Tisch·tennis gewonnen.
Rainer Schmidt ist Kabarettist.
 
Rainer Schmidt war im November 2016 zu Besuch in Heidelberg.
Er hat an der Pädagogischen Hoch·schule einen Vortrag gehalten.
Der Vortrag hieß:
Da kann ja jeder kommen.
Warum Inklusion Lehrer und Schüler glücklich macht.
 
Rainer Schmidt hält einen Vortrag in HeidelbergRainer Schmidt erzählt aus seinem Leben.
Er wurde ohne Hände
und mit kurzen Armen geboren.
Er erzählt, wie Menschen mit ihm umgehen.
Er ist behindert.
Vor allem ist er aber ein Mensch.
 
 
 
Rainer Schmidt hält seinen Vortrag mit viel Humor.
Die Zuhörer haben viel gelacht.
 
Er sagt:
Humor heißt: Hartes verflüssigen.
Das heißt:
Mit Humor kann man schwierige Dinge ansprechen.
Humor kann befreiend sein.
 
Rainer Schmidt sagt auch:
Inklusion ist ein persönliches Thema.
Wer über Inklusion spricht, muss ehrlich sein.
Man muss ehrlich zu sich selbst sein und zu anderen.
 
Rainer Schmidt hält den Zuhörern den Spiegel vor.
Das heißt:
Er beschreibt den Zuhörern, wie er sie sieht.
So lernen die Zuhörer etwas über sich selbst.
 
Nach dem Vortrag hat die Redaktion noch Fragen gestellt.
 
Rainer Schmidt hält einen Vortrag in HeidelbergDie Redaktion fragt:
Was ist für Inklusion in der Schule wichtig?
 
Rainer Schmidt sagt:
Inklusion in der Schule heißt:
Jedes Kind kann etwas.
Die Lehrer stellen sich auf die Kinder ein.
Die Lehrer helfen beim Lernen.
 
Kinder lernen unter·schiedlich.
Lernen findet nicht mehr im Gleich·schritt statt.
Die Schüler lernen, sich selbst zu kümmern.
 
Rainer Schmidt erzählt ein Beispiel aus seiner Schul·zeit:
Seine Lehrerin hat überlegt:
Wie kann man ohne Hände schreiben?
Sie hat zu Rainer Schmidt gesagt:
Schreib mit den Füßen.
Rainer Schmidt konnte aber mit dem Stift zwischen den Armen besser schreiben.
Die Lehrerin hat dabei etwas gelernt:
Man muss auch die Kinder fragen, wie sie gut lernen können.
 
Rainer Schmidt erzählt ein Beispiel aus der Frei·zeit:
Er war 12 Jahre alt.
Er war im Urlaub.
Dort gab es eine Tisch·tennis·platte.
Er hat Tisch·tennis ausprobiert.
Das war sehr anstrengend für ihn.
Ein Mann hatte eine Idee.
Er hat einen Schläger mit Schaum·stoff
und Schnüren an seinem Arm·stumpf fest·gebunden.
Rainer Schmidt hatte ein Erfolgs·erlebnis.
Das war sein Anfang als Sportler.
 
Die Redaktion fragt:
Wie kann Inklusion in der Schule gelingen?
 
Rainer Schmidt sagt:
In der Inklusion muss man über Leistung nachdenken.
Er macht ein Beispiel:
Im Kinder·garten malen die Kinder ein Bild.
Alle Bilder werden aufgehängt.
Alle Bilder werden bestaunt.
Die Kinder werden mit ihrem Bild fotografiert.
Keiner bewertet die Kinder.
 
In der Schule ist das anders.
Da werden Kinder sortiert.
Es geht um Leistung.
Die Kinder werden nach Leistung aufgeteilt.
Kinder mit gleichen Problemen sollen zusammen lernen.
Das führt aber oft zu neuen Problemen.
 
Die Redaktion fragt:
Herr Schmidt, sie können und machen so viel.
Wie bringen sie alles unter einen Hut?
 
Rainer Schmidt sagt:
Ich bin für 6 Jahre beurlaubt.
Jetzt habe ich viel Zeit.
Ich kann auftreten und machen, was ich mag.
Ich habe viele Fort·bildungen für Lehrer
und Schul·leiter für Inklusion gemacht.
 
Die Redaktion fragt:
Was mögen sie an Heidelberg?
 
Heidelberger AltstadtRainer Schmidt sagt:
Ich bin gerne zum Vortrag
nach Heidelberg gekommen.
Ich habe in Heidelberg studiert.
Ich mag die Stadt.
Manchmal gehe ich Um·wege durch Heidelberg.
Ich will die Stadt genießen.
 
 
Mehr Informationen über Rainer Schmidt gibt es im Internet: Hier klicken!
Die Seite ist in Alltags·sprache.
 
Dieser Text ist von Helmuth Pflantzer und Karin Terfloth.
Die Fotos sind von PHHD/P&K und Elmar Terfloth.
 
Dieser Text ist vom 7. Januar 2017.
 

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